Spendenaufruf
Liebe Mitbürger!
In einer Zeit knapper öffentlicher Kassen ist nun privates Engagement mehr gefragt als je zuvor. Bürger rufen nicht nach dem Staat, sondern nehmen eigenes Geld in die Hand, um es einem guten Zweck zur Verfügung zu stellen.
Wohltätigkeitsveranstaltungen sind auf breiter Ebene bundesweit auf dem Vormarsch. Lobenswert sind sie allemal, da sie helfen! Die Anlässe sind vielfältig: Flutkatastrophen, kranke Kinder, mitunter Tierleben, Forschung, defizitäre Kultureinrichtungen, erhaltenswerte Bauten, Russland, Afrika und Asien, die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.
So weit – so gut.
Ein Bereich wird jedoch unverständlicherweise sehr spärlich bedacht.
Die Lebenssituation der älteren Generation, insbesondere derjenigen, die aus verschiedenen Gründen in Heimen ihr Dasein fristen müssen, ist mitunter aufgrund mangelhafter Pflegematerialversorgung sehr unbefriedigend. Darüber hinaus leben 2 Millionen Frauen von nur 650 Euro und 10 Millionen Männer von nur monatlich 1000 Euro staatlicher Rente. Betrachtet man die Lebenshaltungskosten in unserem Land – ein kaum zu bewältigendes Problem für die Betroffenen ohne Hilfe von außen! Wir wollen und dürfen nicht vergessen, dass es sich bei dieser Generation um die Menschen handelt, die dieses Land nach den Schrecken des Nationalsozialismus wieder aufgebaut und zu dem gemacht haben, was es heute darstellt; von dem unsere Generation profitiert! Die Generation der „Alten“ hat die Sozialkassen mit ihrem Geld gefüllt und unsere Erziehung mitunter unter erheblicher persönlicher Einschränkung ermöglicht.
Wir sind ihnen dafür zu großem Dank verpflichtet und können nicht zulassen, dass viele von ihnen in unwürdigen Verhältnissen die letzten Lebensjahre verbringen müssen.
Hier setzt unsere Arbeit ein – hier wollen wir auf breiter Front mit Kollektivgüterunterstützung helfen. In den Heimen fehlt es mitunter an Allem. Die Gründe hierfür sind vielfältig; insbesondere eine schwierige Kostensituation, und um es vorsichtig auszudrücken, die „ungelösten“ Fragen der Gesundheitspolitik sind hauptverantwortlich. Die Politiker mögen uns verzeihen – sie „zerreden“ seit Jahren die Thematik und sind unfähig, die Probleme zu lösen! Ausgetragen wird das ganze auf dem Rücken der „Alten“, die eine unbedeutende Lobby haben und sich nicht wehren können und nicht mehr wehren wollen.
Lassen Sie uns alle vereint unbürokratisch helfen.
Mit Ihrer großherzigen finanziellen Unterstützung ermöglichen Sie uns, die Heimbewohner und direkt Betroffenen gezielt persönlich zu versorgen (klinikgerechte Spezialbetten, Dekubitus– Vorsorgematerialien, Aufstehsessel, Inkontinenzmaterial, spez. Rollstühle, Hüftprotektoren.
Eine Herkules Aufgabe!
WÜRDIG ALTERN – WIR HELFEN! e.V.
Spenden Sie großherzig, Ihren finanziellen Möglichkeiten entsprechend. Die alten Menschen und wir danken Ihnen von Herzen!
Berlin, 01. November 2007 Der Vorstand
